Brot selber backen der 1. Versuch

Ich hatte da ein Rezept in einer Zeitschrift entdeckt, wie man Brot selber backen kann und dachte mir – warum nicht, was soll schon groß passieren. Bei selbstgebackenem Brot weiß ich wenigstens was drin ist und dass ich keine chemischen Zusätze und Geschmacksverstärker drin habe. Habe mir alle Zutaten besorgt und dann eigentlich alles so gemacht, wie es in der Zeitschrift beschrieben war.

Die Zutaten für 1 Brot, das ungefähr 15 Scheiben nach dem Schneiden ergeben sollte:

  • 1/4 Würfel (10 g) frische Hefe
  • 420 g Weizenmehl
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Salz
  • Mehl zum Bestäuben und für die Hände
  • Backpapier

Versuch1-Brot-1-Teig in der Schüssel Und dann ging es los:

Hat sich in dem Rezept alles so einfach angehört, bisschen Hefe, bisschen Wasser, bisschen Mehl, bisschen Salz und fertig. Also hab ich, wie in der Zeitschrift beschrieben, die Hefe im Wasser aufgelöst und das Mehl mit dem Salz vermischt.

Dann hab ich das Wasser mit der aufgelösten Hefe in das Mehl geschüttet und wie ein Weltmeister kräftig gerührt. Das Ganze sah bis dahin auch eigentlich noch richtig gut aus. Dann hab ich die Schüssel mit dem „Brei“ mit einem Tuch abgedeckt und 18 Stunden stehen gelassen.

Versuch1-Brot-1-Mehl-Backpapier Nach den 18 Stunden nahm ich das Tuch ab und welch eine Enttäuschung: Der Brei sah noch genauso aus wie am Anfang. Eigentlich hätte er sich um circa das 3 – 4-fache vergrößern (aufgehen) sollen. Oben hatte er so eine ca. 0,5 cm dicke Schicht, die man fast als „Festen Teig“ beschreiben könnte. Aber mit dem Zeug darunter, hätte man allerdings auch tapezieren können.

Na gut, egal, dachte ich mir, erst mal backen, wegwerfen kannste das Zeug immer noch wenn es nix wird. Schüttete dann also den ganzen Brei auf das bemehlte Backpapier und versuchte das ganze zu einem brotförmigen Aussehen zu bringen. Aber genauso gut hätte ich einer Kuh das Eier legen beibringen können. Völlig unmöglich.

Versuch1-Brot-1-Teig auf BackpapierGut, so also schon mal nicht. Dumm darf man zwar sein, aber man muss sich zu helfen wissen. Ich hab dann das Packpapier mit dem Brei einfach in eine kleine Auflaufform jongliert und gehofft, dass sich da dann beim Backen noch irgendwas tut.

Also einen Deckel drauf und bei E-Herd: 225 °C/Umluft: 200 °C 30 Minuten backen. Nach den 30 Minuten die Temperatur auf 175 °C runter gedreht und weitere 30 Minuten ohne Deckel weiter backen lassen.

Was da dann allerdings nach den insgesamt 60 Minuten Backzeit aus dem Ofen kam, hatte außer der runden Form und der schönen braunen Farbe eigentlich nichts mit einem Brot gemeinsam. Die Kruste steinhart und innen so zäh wie eine alte Schuhsohle. Auf den folgenden Bildern siehst du, wie die Fehlgeburt eines Brotes aussieht:

Fazit: Ich habe jetzt 3 Vermutungen, warum es nicht so funktioniert hat, wie es sollte!

1. Das Wasser, in dem ich die Hefe aufgelöst habe war zu warm.

2. Ich hab die aufgelöste Hefe zu schnell in das Mehl-Salz-Gemisch geschüttet, denn in dem Rezept aus der Zeitschrift stand ja „langsam“.

3. In einem anderen Rezept hab ich gelesen, dass man die Hefe erst mal 10 – 20 Minuten im Wasser lassen soll, bevor man sie verwendet.

Aber ich gebe nicht auf! Nach diesen 3 erkannten „möglichen“ Fehlern werde ich in 2 – 3 Tagen den nächsten Versuch starten. Wenn das bei anderen klappt, dann muss es ja bei mir auch funktionieren.

Tipp: Die Kruste war bei mir nach dem Backen steinhart. Einfach zum Abkühlen in einen Gefrierbeutel oder saubere Plastiktüte stecken. Danach ist die Kruste schön weich. Es sei denn, man will sie hart haben, dann macht man das natürlich nicht.

Und Vorsicht! Heiße Sachen, wie Backbleche, Auflaufformen usw. NIE ohne Topflappen oder Handschuhe anfassen. Und immer wieder leise vor sich hin sagen: Heiße Sachen nicht ohne Topflappen oder Handschuhe anfassen! Und zwischendurch auf keinen Fall vergessen. Am besten einen Zettel an den Backofen kleben.

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2 Kommentare

  1. Also erst mal Hut ab, dass du dein misslungenes Werk trotzdem mit uns teilst und so vlt. vielen anderen Backfreunden nicht den Mut nimmst, es weiter zu versuchen.
    Meine Tipps:
    Wenn es partout nicht mit der Hefe funktioniert, probiere Trockenhefe aus.
    Stelle ein Schälchen mit Wasser mit in den Backraum. Das macht die Kruste knackig aber nicht knochenhart.
    Ansonsten .. toi toi toi 🙂
    Liebe Grüße
    Socke Sylvia

  2. Danke für die Tipps Socke!
    Hab aber noch für 2 mal backen frische Hefe übrig, die werde ich erstmal noch verwerten. Danach werde ich es dann auch mal mit Trockenhefe probieren.

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